Theoretische Aufarbeitung Streetwork: Beratung

Bei dem in der Kinder- und Jugendarbeit vorwiegend erforderlichen Beratungsansatz geht es hauptsächlich um informelle Beratung und eventuell nötige Weitervermittlung zu einer speziell für dieses Thema bzw. Problem ausgerichteten Beratungsstelle wie z.B. Pro Familia, die Jugendgerichtshilfe, das Jugendamt, das Arbeitsamt, die Drogenhilfe u.a.m.

Unter den Aspekt der informellen Beratung fallen vorwiegend Hilfestellungen bei der Findung des Berufs, Bewerbungen, Ausbildungsplatz- und Arbeitsplatzsuche, allgemeine Fragen im Zusammenhang der Zukunftsplanung und Hilfe bei Schwierigkeiten beim Übergang von Schule zu Beruf. Diese und andere Problemstellungen aus dem Lebenszusammenhang Jugendlicher können Thema dieses Beratungsansatzes sein.

Beratungsthemen können unter anderem sein:

  • Konflikte im Elternhaus
  • Beziehungsprobleme
  • Konflikte mit dem Gesetz
  • Probleme in Schule, Ausbildung und Beruf

Durch die Arbeit der Sozialarbeiter, also vor Ort sowie Mobil, besteht die Möglichkeit, frühzeitig auf Probleme einzugehen und Hilfeleistungen anzubieten. Eltern, Jugendlichen und Kindern sind die MitarbeiterInnen in Baunatal bekannt. Somit ist die Schwellenangst, sich als Ratsuchende an diese zu wenden, in vielen Fällen geringer als bei unbekannten Einrichtungen wie z.B. Pro Familia, der Jugendgerichtshilfe oder der Drogenberatungsstelle. Bei Bedarf ist es möglich, Kinder, Jugendliche und Eltern beim Aufsuchen einer speziellen Beratungsstelle zu begleiten.
Ein weiterer Beratungsansatz ist die psychosoziale  Beratung, in welcher es sich um tiefgreifende persönliche Konflikte im Lebenszusammenhang handeln kann. Diese Beratungsmethode setzt eine über mehrere Sitzungen andauernde, kontinuierliche Zusammenarbeit voraus und bezieht sich meist nicht nur auf ein Problemfeld. Dieses Feld ist im Rahmen der aufsuchenden Tätigkeit meist schwieriger umzusetzen.

Die Einhaltung der Schweigepflicht und die institutionelle Unabhängigkeit müssen gewährleistet sein, d.h. auch die zuberatende Person muss sicher sein, keine Nachteile aus der Beratung befürchten zu müssen.

Weiterhin fallen unter den Beratungsrahmen der Kinder und Jugendarbeit auch Seminare und Veranstaltungen mit Präventionscharakter, wie z.B. Angebote zum Thema Sucht und  Drogen, Sekten, Liebe und Sexualität, Gewalt usw. Diese Arbeitsgruppen bzw. Seminare richten sich nach den Bedürfnissen der Jugendlichen und variieren je nach Aktualität und Nachfrage.

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