Gesund und fit in der Sportstadt

Schon mehrfach haben wir uns mit dem Thema Sport, Gesundheit und Ernährung auseinandergesetzt. Bei der Veranstaltungsreihe „Blickfang“ nahmen wir jugendrelevante Themen, wie das Krafttraining, auf. Dies kam zustande, da wir immer mehr bekannte Gesichter entweder mit verschwitztem Gesicht auf dem Weg nach Hause oder mit der Sporttasche über der Schulter ins örtliche Fitnesssstudio laufen sahen. Nun möchten wir uns erneut dem Thema widmen und versuchen den medialen Informationsweg von Jugendlichen nachzuempfinden.

Noch nie waren Fitnessstudios so günstig wie heute. Sie bieten Öffnungszeiten rund um die Uhr. Es gibt diverse Onlineangebote. Teils kostenlos aber auch gegen geringe Gebühren. Im social media kann man Fitnessbloggern folgen und wird täglich über neue Sporttrends, dem besten Make-up für das Training und der neusten, coolsten Sportklamotte für die Fitte informiert.

Tagtäglich läuft Werbung für immer neue Angebote. Es wird mit Slogans wie: „Nur 3 Mal wöchentlich, 20 Minuten trainieren!“, „Ohne Hunger schlank und fit!“ oder „Ich mach dich krass!“ von bekannten Personen, aus Sendungen und Serien oder YouTube-Sternchen, geworben.

Meist haben die fitnessprogrammanbietenden Personen selbst viel abgenommen und kräftig Muskeln aufgebaut. Die Vorbildfunktion wird dadurch tatkräftig betont und unterstützt. Denn wer will nicht so stark wie Sophia Thiel sein oder so mächtige Muskeln wie Daniel Aminati haben?

Kurz gesagt: Fitness, Kraftsport, Training, Workout, … liegt voll im Trend. Die Fitnessstudios werden immer voller und die Gesichter dort meist immer Jünger. Fitness ist ein gängiger Lifestyle. Doch was bringt das alles mit sich?

Wir haben uns auf den Weg gemacht und gängiges Rechercheverhalten von Jugendlichen verwendet, um an, für uns relevante Informationen, zu gelangen. Natürlich haben wir vorausgesetzt, dass im Umfeld unseres fiktiven Jugendlichen kein Freund, Bekannter und kein Elternteil oder sonstiges Familienmitglied aktiv trainiert. Somit bleibt als Informationsquelle nur die Recherche im Internet. Denken wir…

Bei der Frage, auf welchen Seiten sich Jugendliche aufhalten und nach Informationen suchen ist uns sofort eine bekannte Videoplattform eingefallen.

YouTube_Krafttraining

 

Je nach visuellen Vorlieben wird hier einiges Angeboten. Wie qualititiv die Beitrage sind, können wir nicht beurteilen, da wir nicht alles angesehen haben und keine Experten sind (So wie die Jugendlichen in der Regel ja auch. Oder haben sie schon immer unendliches Wissen über Training, Sport, Ernährung, Mathematik, Grammatik, Englisch, …?). Sicher ist, dass wie überall, gute und nicht so gute Beiträge dabei sind. Auffallend fanden wir, dass auf den ersten Seiten viele Videos für ‚Frauen+Krafttraining‘ angezeigt werden. Sehr schnell lassen sich Informationen zu Ernährung für Kraftsportler, Trendsportarten (Parkour, Eigengewichtsübungen, Pilates, …) und Vergleiche zwischen Kraft und Cardio finden. Komplette Trainingsprogramme werden hier geboten und ein paar lustige Videos sind auch dabei. Wo soll man da bloß anfangen? Unser fiktiver Jugendlicher würde sicher ein paar Videos anschauen und rein aus Symphatie sich für einen YouTuber entscheiden und entsprechend gezeigtes selbst ausprobieren.

Wir möchten das Ganze noch etwas weiter führen. Denn ein paar Begriffe, Motivationen und weitere Information finden wir von Bedeutung.

Als nächsten Schritt haben wir den Begriff „Kraftsport“ in eine bekannte und allseits beliebte Suchmaschine eingegeben. Der erste Link führt zur freien Enzyklopädie. Hier finden wir einen kurzen Text über die Sportartenkategorie.

Dann sehen wir mal weiter. Wir haben anschließend nach den Kategorien, wie Kraftsport und Bodybuilding gesucht. Hier wird es schon interessanter…

Wikipedia_Kraftsport   Wikipedia_Bodybuilding

Die Kategorie Kraftsport ist noch recht harmlos. Hier bekommt man Informationen zu Trainingsmethoden, Übungen und Geräte. Da kann man sich ganz einfach durck klicken.

Aber beim Bodybuilding sieht die Welt ganz anders aus. Auf den ersten Blick fallen uns Begriffe wie Anastrozol, Androstendion, Clostebol, Dihydrotestosteron, Drostanolon, Epitestosteron, Letrozol, Methylhexanamin, Methyltestosteron, Synthol, Testosteron, Trenbolon auf.

Das sind insgesamt !12! Dopingmittel. Also kann man, bevor man überhaupt angefangen hat zu trainieren, sich auch gleich damit beschäftigen wie es schneller vorran geht oder was man bei Stillstand zu Hilfe nehmen kann. Ich hoffe doch, dass die meisten diese Mittel abschreckend finden. Vor allem sind die massiven Nebenwirkungen zu beachten! Osteoporose, Haarausfall, Akne, Herzrhythmusstörungen, Leber- und Nierentumorbildung, Arteriosklerose sowie Gynäkomastie, verstärktes Körperhaarwachstum, Beeinflussung der körpereigenen Hormonproduktion, erhöhter Blutdruck, starke Gewichtszunahme, starkes Schwitzen, Schlafstörungen. Daneben noch starke Wirkungen auf die Psyche: Depressionen, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Veränderung der Libido, gesteigerte Aggressivität und Gewaltbereitschaft.

So viel schon mal vorläufig zu den kleinen Risiken von Doping und dem schnellen Zugriff auf Informationen.

Doch was treibt Jugendliche an, aktiv zu werden? Die Frage können wir wohl nicht umfassend klären, da die heutigen Strukturen viel zu undurchsichtig und schlecht zu durchschauen sind. Es sind diverse Medien, Prozesse und persönliche Grundstrukturen dabei zu beachten. Einen kleinen Hinweis, kann hier das bereits vorgestellte Buch „Warum sehe ich nicht so aus?“ liefern. Um doch eine kleine Antwort zu liefern, möchten wir uns hier kurz dem Bodyshaping und Bodybuilding widmen.

Beginnen wir mit dem Bodybuilding. Allein hierzu könnten wir eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben. Jedoch möchten wir nur kurz erwähnen, dass Bodybuildung definitiv von Kraftsport abgegrenzt werden muss. Bodybuilding hat zum Ziel die aktive Körpergestaltung und -modifikation und ein möglichst starkes Wachstum der Muskeln am ganzen Körper. Kraftsport dagegen ist auf Zuwachs von Stärke und Kraft angelegt. Das moderne Bodybuilding kann auf eine lange Geschichte zurück Blicken, die bereits 1901 beginnt. Bodybuildung wird von Frauen und Männern betrieben.

Eine Form der Körpermodifikation, das Bodyshaping, wird eher von Frauen betrieben. Hierbei wird der Körper analysiert und anhand von Schönheitsidealen festegelegt, welche Körperteile trainiert werden müssen/ sollten, um dem zu entsprechen. Dies setzt voraus, die entsprechenden Muskeln und dafür geeignete Übungen und Geräte zu kennen. Sobald das gewünschte Ziel errreicht wurde, wird das Training des Körperteils beendet.

So viel zu unseren bisherigen Recherchen…