Rückblick: Theater im 2nd Home

Ein Klassiker im Kinder- und Jugendzentrum 2nd Home ist der Besuch des Schauspielkollektivs Lüneburg. Jährlich treten sie im Haus auf.

Vor allem mit dem Stück „Flasche leer“. Das Theaterstück richtet sich an Jugendliche der Klasse 7 bis 11 und behandelt die Themen Alkoholismus, Alkoholmissbrauch, risikohafte Konsummuster, Co–Abhängigkeit, Gewalt und natürlich Alkohol. Im Anschluss zum Theater, nimmt sich der Schauspieler David Aschinger und die Regisseurin Julia v. Thoen genügend Zeit, dass gesehene und erlebte nachzubereiten. Im Gespräch mit den Jugendlichen kommen nicht nur sie zu neuen Erkenntnissen – teils lustig, teils auch denkwürdig – sondern auch wir – die Sozialarbeiter in Baunatal. Das Theaterstück ist emotionalisierend und auch humorvoll. Es zieht die Jugendlichen in ihren Bann und regt die Reflektion des eigenen Verhaltens an. So kann ein großer Beitrag zur Alkoholprävention geleistet werden.

Doch nicht nur „Flasche leer“ und damit die Alkoholprävention liegt im Fokus der Arbeit des Schauspielkollektives Lüneburg. Es gibt verschiedene Stücke zu diversen Präventionsthemen – auch zu Mobbing und Cybermobbing. In den Genuss des Stückes „Die Geschichte von Lena“ kamen am 02.02.2016 ca. 100 Kinder aus Baunatal. Das Bühnenwerk richtet sich an Kinder der Klassenstufe 3 bis 5. Es beginnt mit einer merkwürdigen und doch lustigen Musik. Es platzt quasi ein Stück auf die Gäste herein. Kein schleichender Beginn. Keine großartige Vorbereitung auf das Folgende. Es ist irgendwie sehr lustig… Die Darsteller Andreas Püst, Katrin Röser und Julia v. Thoen reißen die Kinder mit und ziehen sie in die wunderbare Welt der szenischen Darstellung. Es wird eine Beziehung zu Lena aufgebaut. Jedes Mädchen und jeder Junge kann sich wohl gut in die Situation und Gefühlswelt von Lena einfinden. Und dann wendet sich das Blatt…

„Lena wird zehn Jahre alt, hat einen doppelt so alten Bruder, ein behütetes Elternhaus und eine beste Freundin, Maria. Maria sitzt in der Schule neben ihr und war schon zwei Jahre hintereinander mit Lena und ihren Eltern im Sommer im Ferienhaus dabei.  Drei Wochen Nichtstun, Fischen, Spaß haben.

Es ist ein sehr kleines Haus und weil in diesem Jahr Lenas großer Bruder Klaus mitfährt, ist kein Platz mehr für Maria. Maria ist sauer, ziemlich sauer…

Lena schreibt Maria lange Briefe aus dem Urlaub. Berichtet von ihren Abenteuern. Angeln mit Klaus, dem Plumpsklo, wie sie in einen Kuhfladen getreten ist und wie eklig das war.

Als die Ferien zu Ende sind, freut Lena sich riesig, ihre Freundin Maria und ihre Mitschüler wieder zu sehen. Doch in der Schule ist nichts mehr wie zuvor.

Maria steht auf dem Schulhof und liest den andern Kindern laut aus Lenas Urlaubsbriefen vor. Alle lachen und eins ist nach der Geschichte mit dem Kuhfladen klar: Lena stinkt!
Lena glaubt zuerst, der Spott geht schnell vorbei. Aber ihr Platz neben Maria ist auf einmal besetzt, keiner will mehr mit ihr spielen, hinter ihrem Rücken wird getuschelt.

Dass ausgerechnet sie zum Außenseiter werden könnte und die Rolle  mit der zuvor von allen – einschließlich ihr – verspotteten Patricia tauschen muss, hätte sie nie für möglich gehalten. Ebenso wenig wie das Verhalten von Maria, die Lena dem Spott der ganzen Klasse ausliefert. Als schließlich sogar zu ihrem Geburtstag keiner kommen will, hält Lena es nicht mehr aus…“ (Quelle).

An dem Tag luden wir auch das Polizeipräsdium Nordhessen ein. (Im übrigen der edle Spender für die Aktion.)

Es wurden den Kids die LEON-Hilfeinseln vorgestellt. Dafür war natürlich auch das Maskottchen Leon vor Ort und präsentierte sich und seine Funktion.

Ich denke doch, dass es für alle Beteiligten ein gelungenes Ereignis war…

Nun noch ein paar Fotos.