„Tag der Begegnung“ in der Erich-Kästner-Schule

Der heutige Nachmittag in der EKS lief unter dem Motto „Wir sind bunt. Das lockte uns an…

Weiter hieß es in der Einladung, auf der Internetseite der Schule zu finden, dass die Intensivklasse den internationalen „Tag der Begegnung“ veranstaltet und gestaltet. Das ließ uns erneut neugierig werden.

Was ist denn bitte eine Intensivklasse? Was machen diese besonders intensiv – vielleicht Sport, Musik oder doch nicht etwa Mathe?

Das wollten wir heraus finden. Also machten wir uns heute gegen 14 Uhr auf den Weg zur Schule.

Schon komisch… So… Nach 10 Jahren und länger, wieder in einer Gesamtschule unterwegs zu sein.

Aber wir waren sofort Feuer und Flamme für die Veranstaltung. Das aller Erste was uns im Foyer anlächelte war eine Slackline. Super geil… Ein Anschiss der Sportlehrerin inklusive. Wir eigneten uns, den bekannten Raum an und sprangen sofort auf die Line…

Also ich springe da ja eher weniger – es ist vielmehr ein Rumhampeln. Und, oh Schreck, es lag noch kein Fallschutz unter der Slackline! 😉 So viel zu unserer kleinen Eskapade…bleibt die Erkenntnis auch hier ist man um das Wohl der Jugend besorgt.

Die Veranstaltung eröffnete, natürlich der Schulleiter, Herr Hapke. Er fing seine Begrüßung mit den sinngemäßen Worten an: „Jeder Schüler bringt Stärken mit. Auch aus seiner Kultur. Das ist eine Bereicherung für alle“. Klasse! Wir freuen uns sehr, über diese Aussage, Herrn Hapke und schließen uns Ihrer Meinung an. Jeder Mensch hat stärken, die uns selbst und andere bereichern können.

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Text: Rolf Krenzer; Musik: Ludger Edelkötter; Alle Rechte liegen bei Impulse-Musikverlag

Anschließend wurde gemeinsamen gesungen und getanzt. Eine einfallsreiche Geschichte, wie wir finden.

Die Elternpaten stellten sich kurz vor und erläuterten ihre Aufgaben.

Das Projekt „Interkulturelle Elternpaten“ ist im Jahr 2012 gestartet. Männer und Frauen mit Migrationshintergrund sind in dem Projekt aktiv, um Fachkräften, Eltern, Lehrern und weiteren Personenkreisen bei Gesprächen zur Seite zu stehen. Inhalte können so besser übermittelt und übersetzt werden.

Die Elternpaten helfen auch, den Dschungel der deutschen Bürokratie zu durchblicken und den „Passierschein 46A“ ausfindig zu machen.

Nicht nur praktische Hilfen bieten die Ehrenamtlichen. Das Vertrauen in die Elternpaten ist häufig so groß, dass Freundschaften entstehen und echte Begegnung möglich wird.

Herr Hapke ließ es sich nicht nehmen, eine Gruppe von Gästen, durch die Schule zu führen.

Wir besichtigten die Küche, die Metall- und Holzwerkstatt, die Lernwerkstatt, die Oase (ein Raum der Stille und Ruhe), einen Computerraum, ein Klassenzimmer, das Lehrerzimmer sowie das Büro vom Schulleiter.

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Im Chemieraum. Der Schulleiter erzählt, dass auch einige Experimente gefährlich sein können.

Da der Tag unter den Schlagworten Vielfalt, Kultur, Nationen und Religion gestellt wurde, waren sogar Dolmetscher vor Ort. Gäste, denen das Verstehen und Sprechen von Deutsch noch schwerfällt, konnten somit das Gesagte nachvollziehen.

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Herr Hapke fotografiert seine Gäste in „der Oase“

Während wir das Schulgebäude besichtigten, konnten die weiteren Besucher Kaffee und Kuchen in der Cafeteria genießen oder sich bei Sport, Musik und gestalterischen Tätigkeiten begegnen.

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